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Donnerstag, 6. August 2015

JuA Rhein-Sieg-Kreis (4) Kinder- und Jugendpsychiaterin Astrid Camps erklärte Kindesmutter für "wahnkrank" und empfahl Psychiatrieunterbringung der 16-Jährigen

Ausgangspunkt der Freiheitsentziehung der 16-Jährigen im Forsthaus auf "Gut-Priemern" war eine ärztliche Stellungnahme der zwischenzeitlich in Bonn und Siegburg praktizierenden Kinder- und Jugendpsychiaterin Astrid Camps (vormals in Eitorf). 

Das Jugendamt hatte die 16-jährige in 2014 zur Zwangspsychotherapie verpflichtet. Da das Jugendamt der Jugendlichen im Falle ihres Weigerns mit der zwischenzeitlich erfolgten zwangsweisen Heimunterbringung drohte, fügte sich die Jugendliche in ihr Schicksal. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht Zwangspsychotherapien für verfassungswidrig erklärt, aber dies interessierte die "anordnende" und als Ergänzungspflegerin tätige Jugendamtsmitarbeiterin des Rhein-Sieg-Kreises nicht.......Infos hier:

Eingriffe in das Persönlichkeitsrecht mittels Gutachten oder Anordnungen zur Durchführung von Psychotherapie bedürfen einer gesetzlichen Grundlage.

Kinder- und Jugendpsychiater unterliegen wie Erwachsenenpsychiater der ärztlichen Schweigepflicht (siehe: Berufsordnung für deutsche Ärzte und Ärztinnen)

§ 7 Behandlungsgrundsätze und Verhaltensregeln
(1)  Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des Willens und der Rechte der Patientinnen und Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. Das Recht der Patientinnen und Patienten, empfohlene Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen abzulehnen, ist zu respektieren.
(2)  Ärztinnen und Ärzte achten das Recht ihrer Patientinnen und Patienten, die Ärztin oder den Arzt frei zu wählen oder zu wechseln. Andererseits sind - von Notfällen oder besonderen rechtlichen Verpflichtungen abgesehen - auch Ärztinnen und Ärzte frei, eine Behandlung abzulehnen. Den begründeten Wunsch der Patientin oder des Patienten, eine weitere Ärztin oder einen weiteren Arzt zuzuziehen oder einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt überwiesen zu werden, soll die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt in der Regel nicht ablehnen.
§ 9 Schweigepflicht
(1) Der Arzt hat über das, was ihm in seiner Eigenschaft als Arzt anvertraut oder bekannt geworden ist - auch über den Tod des Patienten hinaus - zu schweigen. Dazu gehören auch schriftliche Mitteilungen des Patienten, Aufzeichnungen über Patienten, Röntgenaufnahmen und sonstige Untersuchungsbefunde.
(2) Der Arzt ist zur Offenbarung befugt, soweit er von der Schweigepflicht entbunden worden ist oder soweit die Offenbarung zum Schutze eines höherwertigen Rechtsgutes erforderlich ist. Gesetzliche Aussage- und Anzeigepflichten bleiben unberührt. Soweit gesetzliche Vorschriften die Schweigepflicht des Arztes einschränken, soll der Arzt den Patienten darüber unterrichten

Die ärztliche Berufsordnung scheint für die Ärztin nicht zu gelten, denn die Kinder- und Jugendpsychiaterin Astrid Camps übersandte ihren Arztbericht  - nachdem die Jugendliche wegen fehlenden Vertrauens zu Astrid Camps die Behandlung während der zweiten Sitzung abgebrochen hatte - ohne Zustimmung der Jugendlichen an das Jugendamt im August 2014. Das Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises legt diesen Arztbericht zusammen mit einem neuen Antrag zum Entzug des vollständigen Sorgerechts und dem Antrag die Jugendliche in die Psychiatrie bringen zu wollen dem Antsgericht Siegburg im November 2014 vor. Im Januar 2015 eröffnete das Gericht daraufhin das Verfahren.......

Im Arztbrief behauptet die Kinder- und Jugendpsychiaterin Astrid Camps, dass die Mutter der Jugendlichen  "wahnkrank" (induzierte wahnhafte Störung = folie à deux (wörtlich: Wahnsinn zu zweit ) sei und spekulierte, dass wohl auch die Großeltern Teil des angeblichen mütterlichen Wahnsystems seien und eine sog. "Folie à trois (wörtl. Wahnsinn zu Dritt) " vorläge. 

Wohlgemerkt: Die Psychiaterin ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und diagnostizierte die Mutter, statt der Tochter, wobei sie die Mutter gar nicht untersucht hat.Sie empfiehlt dem Jugendamt in einer "Jugendpsychiatrischen Stellungnahme", dass angesichts des "wahnhaften" Leidens in der Familie, die Jugendliche stationär in der Psychiatrie oder in einem geschlossenem Heim unterzubringen sei. Die trotz anwaltlicher Vertretung tätige und von Richterin Burgwinkel-Krampitz bestellte Zwangsverfahrensbeiständin Frau Jutta Rundholz beantragt "zum Wohle der Jugendlichen" ohne weitere Begründung die empfohlene Unterbringung in der Psychiatrie umzusetzen !:

 

 


Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Astrid Camps stellt,bereits nach 1 1/2 probatorischen Sitzungen mit der Jugendlichen und im engen vorherigen Informationsaustausch mit dem Jugendamt  in ihrem Arztbrief Folgendes fest. (Ob die Krankenkasse oder das Jugendamt die Kosten für diesen Arztbericht ist nicht bekannt):



[…] ICD 10 F24: Induzierte wahnhafte Störung, (auch als Folie a deux bekannt) DSM IV:
Gemeinsame psychotische Störung 297,3
Adipositas ICD 10 F66 […]
Im vorliegenden Fall ist es denkbar, dass auch zumindest die Großmutter mütterlicherseits in das gemeinsame System mit einbezogen sein könnte. (Folie a trois).
Es ist davon auszugehen, dass die Mutter xxxxx an einer wahnhaften oder psychotischen Störung leidet.[…]

Empfehlung:

Ausgehend von der Annahme, dass xxxxx eine an sich gesunde Jugendliche ist, die von ihrer Mutter in deren Wahnsystem eingebunden worden ist, ist eine räumliebe Trennung von Mutter und Tochter dringend empfehlenswert. In vielen Fallen ist es auf diese Weise möglich die induzierte 'Person von den wahnhaft fixierten Vorstellungen zu befreien. Eine solche Trennung muss allerdings sehr gut durch fachlich versierte Personen begleitet werden, da auch mit dramatischen Eskalationen wie z. B. Suizddrohungen seitens der Mutter oder der Tochter zu rechnen ist.

Ohne den Versuch einer solchen Trennung ist das Kindeswohl in erheblichem Maße gefährdet, da xxxx von weiterem Schulbesuch durch immer wieder neu auftretende körperliche Erkrankungen, die auf der unüberwindbaren Angstsymptomatik beruhen, ferngehalten werden wird. Die körperlichen Erkrankungen, welche durch ständig wechselnde Ärzte bescheinigt werden, haben bereits im vergangenen Schuljahr dazu geführt, dass durch die enormen Fehlzeiten xxxx das 9. Schuljahr wiederholen muss und trotz ihrer guten Intelligenz eine Teilhabe an altersadäquater Bildung nicht möglich sein wird. Eine altersentsprechende Einbindung in eine jugendliche Peer Gruppe ist wegen der hermetischen sozialen Isolierung ebenso wenig möglich, solange xxxx bei der Mutter wohnt.

Ich empfehle die Aufnahme xxxx  in eine jugendpsychiatrische Klinik.. Alternativ kann auch an eine stationäre Heimunterbringung gedacht werden, sofern dort eine enge Anbindung mit 24-stündiger Erreichbarkeit an eine psychiatrische Ambulanz in räumlicher Nähe gewährleistet ist.“


Eine hierzu sehr kurzfristig einzuholende Stellungnahme von Prof. Dr. mult. Georg Hörmann (Seite 1+ Seite 2) kam zu dem Schluss, dass eine derartige Diagnose nicht ohne eine eingehende psychiatrische Untersuchung möglich sei und im Übrigen ärztliche Schweigepflichten nicht gewahrt worden wären. 
Ein solches "Gutachten" ist in jeder Hinsicht unverwertbar!


Der Bundesgerichtshof: XII. Zivilsenat 15.5.2013 XII ZB 107/08 verfügte ein Beweisverwertungsverbot für unzulässige unter Verletzung Persönlichkeitsrechts erhobener Daten.
Quelle: » Beschluss des XII. Zivilsenats vom 15.5.2013 - XII ZB 107/08

Dazu kommentiert die Mutter:
" Dass Frau Camps ein angeblich von mir stammendes Wahnsystem bei meiner Tochter „diagnostiziert“ und dies u.a. daran festmacht, dass jährlich über 40.000 Kinder entzogen werden (tatsächlich wurden in 2013 ca. 42.000 Kinder in Obhut genommen) ist mit gesundem Menschenverstand nicht nachzuvollziehen.  Was soll bei all den tatsächlich in der Vergangenheit stattgefundenen Ereignissen "eine nicht korrigierbare Fixierung auf von außen zugefügtes Unrecht sein"? Ich kann hier gut verstehen, wie sich Herr Mollath gefühlt haben muss.

Die Ärztin verhöhnte gewissermaßen mit ihrer Stellungnahme das von meiner Tochter erfahrene Leid. Wie kann man mit einer solchen Einstellung Kinder- und Jugendliche erfolgreich therapieren, wenn von Jugendlichen berichtete tatsächliche Ereignisse von einer Ärztin als "Wahnsyystem" deklariert werden? Da bestehen große Zweifel ob so jemand tatsächlich fachlich kompetent ist. Das Vertrauen in Ärzte ist bei mir und meiner Tochter endgültig nicht mehr vorhanden."

Das Leid, wovon hier die Mutter spricht habe ich hier bereits kurz zusammengefasst berichtet:
Die erste, traumatisierende "Inobhutnahme" der Jugendlichen erfolgte im November 2013 mit aktiver Unterstützung der Clara-Schuhmann-Realschule durch Schulleiterin Gust. (Die Schule wurde danach zugleich zum Konferenzort des Jugendamtes.)
Die Jugendliche wurde im November 2013 im Rahmen einer richterlichen Eilentscheidung von Frau Burgwinkel-Krampitz (ohne vorherige Anhörung der Jugendlichen= gesetzeswidrig!) völlig überraschend noch während die mündliche Gerichtsverhandlung in Siegburg andauerte, direkt in der Schule aufgesucht und einer zwangsärztlichen Untersuchung im Sana Klinikum in Remscheid (Behandlung begleitet durch die Ärztliche Kinderschutzambulanz Remscheid e.V.) zugeführt. Die Richterin hat einen vorgefertigten Beschluss zur mündlichen Verhandlung mitgebracht. Mit der Schulleiterin Gust war die geheime und überraschende Inobhutnahme zuvor vereinbart worden..... Der Beschluss war außerdem in direkter Absprache zwischen der Richterin und dem Jugendamt entstanden. (siehe dazu auch:hier )Die rechtswidrige "Krankenhauseinweisung" (der Gesetzgeber fordert für eine stationäre Behandlung eine ärztliche Einweisung, Voraussetzung ist, dass die Behandlung nicht ambulant möglich ist !!) nahm Dipl. soz.päd. Herr Roggenkamp von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz vor. Herr Roggenkamp  hat das Handy der Jugendlichen "beschlagnahmt" und dafür gesorgt, dass diese freiheitsentziehend in der Klinik für Kinder und Jugendliche des Sana Klinikums Remscheid gegen ihren Willen untergebracht und dort zwangsuntersucht worden war. Die Jugendliche musste im Anschluss noch eine zwangsweise Unterbringung in einer Pflegefamilie hinnehmen. Dort war sie im Keller "eingesperrt". (Bilder dazu: hier)

Die richterliche Anhörung wurde im Januar 2014  - während einer Mathematik-Nachschreibearbeit - von der Familienrichterin des Amtsgerichts Siegburg und Frau Jutta Rundholz ohne Vorankündigung in den Räumen der Clara-Schuhmann-Realschule durchgeführt.

Die Jugendliche berichtete danach, dass Richterin Burgwinkel-Krampitz und die Verfahrensbeiständin Jutta Rundholz die Jugendliche regelrecht "fertig gemacht" hätten, sie hätten ihr gesagt, sie solle endlich erkennen, dass ihre Mutter nichts tauge und ihrem Wohl schade..... Ihre Freundinnen und die vom Jugendamt als "maligne" (= bösartig) bezeichntete Mutter haben die Jugendliche am Nachmittag getröstet.......

Die Jugendliche war verständlicherweise danach nicht mehr in der Lage, die Mathematikarbeit fertig zu schreiben. Die Schule übte keine Nachsicht und bewertete die Mathematikarbeit mit der Note mangelhaft.
Im Rhein-Sieg-Kreis üben zwischenzeitlich die als Opposition im Kreistag befindliche Parteien "Die Linke" und "Die Freien Wähler" offene Kritik am Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises und an der Politik des CDU-Landrats. Bei der CDU, SPD und den Grünen sind diese Zustände beim Jugendamt kein Thema........ Sollte nicht das Kindeswohl parteiunabhängig immer im Vordergrund stehen?

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema: 

Schweigepflicht in der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen

Sowohl Kinder- und Jugendpsychiater, als auch Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten unterliegen der Schweigepflicht. Normalerweise unterscheidet sich die psychiatrische (im 1. Fall) nicht von der psychotherapeutischen (2. Fall) Schweigepflicht. Die Berufsvereinigung der Psychotherapeuten (Bundespsychotherapeutenkammer) hat zur Schweigepflicht von Kinder- und Jugendpsychotherapeuten eine Informationsbroschüre für Eltern herausgegeben. (Anm. Hervorhebungen der folgenden Zitate aus der genannten Broschüre von der Autorin)

Informationsbroschüre BPtK, Seite 13:

Grundsätzlich spielen die Eltern in der Psychotherapie von Kindern eine wichtige
Rolle. Es kann aber sein, dass der Psychotherapeut schon beim ersten Gespräch mit dem Kind alleine sprechen möchte. Für den Psychotherapeuten ist es wichtig zu erfahren, wie ein Kind seine Gefühle und seine Situation beschreibt, ohne dass die Eltern danebensitzen. Er möchte zum Beispiel wissen, ob auch das Kind seine Hilfe möchte. Für ihn ist es sehr wichtig, dass auch das Kind bereit ist, seine Hilfe anzunehmen. Damit eine Psychotherapie erfolgreich sein kann, braucht der Psychotherapeut vor allem das Vertrauen des Kindes oder des Jugendlichen


Informationsbroschüre BPtK, Seite 14:
Das Gespräch mit einem Psychotherapeuten ist vertraulich. Wenn Jugendliche das möchten, dringt davon nichts nach außen. Und von ihm erfährt niemand,wer zu ihm kommt. Ältere Jugendliche, die die Folgen ihres Verhaltens einschätzen  können, können selbst entscheiden, ob und was die Eltern von der Behandlung erfahren sollen.
Beim ersten Treffen mit einem Psychotherapeuten sollten Jugendliche prüfen, wer da vor ihnen sitzt. Ob sie den Mann oder die Frau sympathisch finden. Ob ihnen einleuchtet, was er oder sie sagt. Die wichtigste Frage ist allerdings: „Kann ich der Psychotherapeutin oder dem Psychotherapeuten vertrauen?“ Wer diese Frage nach dem ersten Gespräch noch nicht entscheiden kann, kann einen zweiten Termin ausmachen und sich zwischen den Terminen noch einmal durch den Kopf gehen lassen, was der Psychotherapeut gesagt hat.Einen Psychotherapeuten kann man ausprobieren.Der Jugendliche, der kommt, darf bestimmen. 
Informationsbroschüre BPtK, Seite 14:
Schweigepflicht
Eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut unterliegt der Schweigepflicht.
Was in einer Psychotherapie besprochen wird oder passiert, ist vertraulich. Davon erfährt kein Dritter etwas, es sei denn, der Jugendliche erlaubt es ausdrücklich.

Die Schweigepflicht bedeutet, dass es Psychotherapeuten verboten ist, persönliche Informationen über Patienten ohne deren ausdrückliches Einverständnis an andere weiterzugeben. Eine Verletzung der Schweigepflicht wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft (§ 203 Strafgesetzbuch).

Nichts anderes gilt für ärztliche Kinder- und Jugendpsychiater. Leider halten sich nicht alle Therapeuten an diese Regeln,so dass vor einer Psychotherapie zum Wohle eines Kindes/Jugendlichen abzuklären ist, dass die ausgewählten Kinder-/Jugendpsychiater bzw. Kinder-/Jugendlichenpsychotherapeuten ihre ärztliche Schweigepflicht ernst nehmen.

Wenn nun wie im vorliegenden Fall Personen, wie das Jugendamt und die zuständige Jugendamtsmitarbeiterin von der hier tätigen Kinder- und Jugendpsychiaterin unter Verletzung ihrer gesetzlichen Schweigepflicht eine "jugendpsychiatrische Stellungnahme" erhalten, so stellt dies einen schwerwiegenden Gesetzesbruch dar und der Bericht ist nach geltendem Recht und Gesetz  als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren nicht verwertbar. Für Haftungsansprüche aus Schweigepflichtverletzungen sind jene Personen verantwortlich, welche die Schweigepflichtverletzung begehen, aber auch jene, welche die dem Datenschutz unterworfenen Dokumente an weitere Personen und Stellen übermitteln.

Wenn wie hier die Ärztin ihre ärztliche Schweigepflicht derart verletzt, dass sie einen Arztbrief heimlich (d.h. ohne Kenntnis ihrer jugendlichen Patientin bzw. ihrer Mutter) an das Jugendamt verschickt, dürfte die Vermutung der betroffenen Familie, dass es sich möglicherweise um eine rechtswidrige "Gefälligkeit" handelte und der Inhalt des Briefes wenig mit seriöser ärztlicher Diagnosestellung zu tun haben könnte, zutreffen. Insbesondere der Umstand, dass sich die Kinder- und Jugendpsychiaterin ohne Untersuchung der Mutter anmaßt, der ganzen Familie ein "Wahnsystem" zu unterstellen, welches die Ärztin in ihrem Bericht nicht einmal ansatzweise und in nachvollziehbarer Form darlegen kann, stimmt nachdenklich.

Die Diagnose(n) der Ärztin gehören zu den selten vorkommenden, sog. "psychotischen Störungen" (Schizophrenien). Zur zuverlässigen Diagnostik von psychotischen Störungen müssen die sog. ICD-10_Kriterien zutreffen. Siehe dazu: Leitlinien Schizophrenie.

Mit Hilfe dieser Leitlinien kann der interessierte Leser selbst feststellen, ob die oben im Arztbrief geschilderten Feststellungen die Erwartungen an eine seriöse Diagnose erfüllen oder nicht.

Zunächst ist festzustellen, dass eine psychotische Störung in der Bevölkerung recht selten vorkommt (0,5 bis 1,6%.)

"Erforderlich für die Diagnose Schizophrenie ist mindestens ein eindeutiges
Symptom (zwei oder mehr, wenn weniger eindeutig) der Gruppen 1–4 oder mindestens zwei Symptome der Gruppen 5–8. Diese Symptome müssen fast ständig während eines Monats oder länger deutlich vorhanden gewesen sein." (Zitat
aus Leitlinien Schizophrenie.)

Da die Diagnose "erstmals" gestellt worden war, hätte die Ärztin entsprechend der Leitlinien noch folgende Untersuchungen machen müssen:
Bei einer Erstmanifestation der Schizophrenie sollte in jedem Fall mindestens durchgeführt werden:Eine komplette körperliche und neurologische Untersuchung, ggf. mit testpsychologischer
Untersuchung in den Bereichen Exekutivfunktionen, Gedächtnisleistungen
und Aufmerksamkeit,ein Blutbild und Differentialblutbild, die Bestimmung des C-reaktiven Proteins, Leberwerte, Nierenwerte, TSH, Drogen-Screeningeine orientierende strukturelle Bildgebung des Gehirns (CT/MRT).(Zitat aus Leitlinien Schizophrenie.)
Dies war nicht geschehen.......

Kommentare:

  1. interessante Version: Mutter sei verrückt, deswegen kommt das gesunde Kind in die Psychiatrie. Wie heißt die Psycho-Tante? Camps? Hab die mal kennengelernt, da war die noch normal

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  2. Klassische KJPP Praxis in Eitorf/Rhein-Sieg-Kreis in räumlicher Gemeinschaft mit einer
    ärzlichen Psychotherapiepraxis für Erwachsene und einer Praxis für Kinder-und
    Jugendlichenpsychotherapie. Ergotherapeutische und logopädische Praxis im Hause. Gute
    Anbindung an den ÖPNV nach Siegburg, Bonn und Köln.
    Anzeigentext
    Praxis für Kinder-und Jugendpsychiatrie und- psychotherapie, z.Zt. als klassische
    Einzelpraxis geführt, aus Altersgründen zum 01.01.2015 abzugeben.
    Kontakt: Email: astrid.camps@arcor.de

    Interessant ist, daß die besonders kriminellen von Alterspsychiatern kommen, die ihre Rente aufbessern!

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  3. Unfassbar- was hat diese Fr. Camps dazu bewogen,solch ein verbotenes Gefälligkeits "Gutachten" zu schreiben. Das muß sich ja gelohnt haben ,wenn sie sich so gesetzeswidrig verhält. Ist das nicht ein Fall für die Ärztekammer und die Justiz? Diese Fr.Camps müßte bestraft werden, vor solchen Psychatern müssen Kindern geschützt werden -die sind eine Gefahr für die Menschheit

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