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Dienstag, 28. April 2009

Aufruf an Herforder Eltern......

Kein Jugendamt ohne Schattenseiten? Es haben sich bei mir "Betroffene" gemeldet, welche sich vom Jugendamt in Herford nicht fachgerecht betreut sehen. Ich bitte um Verständnis, dass ich keine Stellung beziehen kann, weil ich nähere Umstände hier nicht kenne.

Vor kurzem habe ich im Blog über einen Pressebericht": Lob für das Jugendamt in Herford !" vom Jugendamt Herford berichtet. Leider scheint es auch dort andere Erfahrungen zu geben.

Ich gehe davon aus bzw. hoffe, dass auch das Jugendamt Herford an einem echten Dialog mit Betroffenen Eltern interessiert ist, weswegen ich an dieser Stelle die Bitte aufnehme, hier im Blog einen Aufruf zu starten und damit indirekt die Betroffenen in ihrer Aktion - im Sinne des Kindeswohles - unterstütze.

Die Betroffenen rufen zu einer Aktion auf und suchen weitere Betroffene, welche sich ihrer Aktion anschließen möchten. Da Jugendämter leider keine echten Aufsichtsbehörden haben, erscheint mir diese Aktion sowohl für Betroffene als auch für ein Jugendamt sinnvoll.

Treffpunkt
für betroffene Eltern:
Samstag, 2.5.
15 Uhr
"Gänsemarkt"
Herford (3 Min Fußweg vom Bahnhof)

Aktion: Jugendamt,
gib uns unsere Kinder zurück!


Wer Interesse hat (für das Jugendamt Herford), kann sich bei - MeinKind7(at)aol.com - melden.

Samstag, 18. April 2009

Elternrechte und Amtsvormundschaft

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat zur Amtsvormundschaft der Jugendämter eine Zusammenstellung der Pflichten von Vormündern herausgebraucht.
Darin steht Seite 16:
"Wird dementsprechend ein professionelles Selbstverständnis zu Grunde gelegt, in dem die Mündelperspektive bzw. der auf Vertrauen aufbauende Kontakt zum Mündel Handlungsbasis ist, besitzt das professionelle Handeln dann Qualität,
  • wenn sensibel und respektvoll mit Kindern und Jugendlichen und ihrer Herkunftsfamiliesowie mit anderen Bezugspersonen umgegangen wird (Adressatenorientierung),
  • wenn vor allem die Förderung der kindlichen und jugendlichen Fähigkeiten und Interessen und weniger die Beseitigung ihrer Defizite im Vordergrund des Interesses stehen (Kompetenzorientierung),
  • wenn im Vorhinein der fachlichen Entscheidungen Offenheit und Ungewissheit akzeptiert werden (Prozessorientierung),
  • wenn es gelingt, das Kind oder den Jugendlichen an den Entscheidungsprozessen des Jugendamtes (z. B. den Hilfeplangesprächen) zu beteiligen (Beteiligung).
Wenn der Amtsvormund seine Pflichten verletzt kämen folgende rechtliche Anspruchsgrundlagen zum Tragen (Zitat Seite 6):

Haftung des Vormundes
Führt der Vormund seine Geschäfte unsachgemäß und tritt dadurch ein Schaden ein, löst dies Schadensersatzpflichten aus. Die Haftungsansprüche richten sich gegen die Behörde (Jugendamt).
Bei Pflichtverletzungen gegenüber dem Minderjährigen kommen als Anspruchsgrundlagen sowohl Amtshaftungsansprüche nach § 839 BGB i. V. mit Art. 34 GG als auch Staatshaftungsansprüche nach § 1 Abs. 1 StHG sowie Ansprüche nach den für die Haftung des Vormundes geltenden Bestimmungen des § 1833 BGB in Betracht.
Wird durch die Pflichtverletzung ein Schaden Dritter ausgelöst, kommt ein reiner
Amtshaftungsanspruch in Frage. Bei grob fahrlässigem Verhalten oder Vorsatz kann die Behörde auf den einzelnen Mitarbeiter oder die einzelne Mitarbeiterin zurückgreifen."

Folgende Pflichten hat ein Vormund gegenüber den Eltern bzw. einstigen Sorgeberechtigten:

Zusammenarbeit mit beteiligten Dritten
Eltern
Der Vormund sollte die Eltern des Kindes nach Möglichkeit kennen. Die Regelungen
des § 1684 BGB (Umgang des Kindes mit den Eltern) und des § 1686 BGB (Auskunft
über die persönlichen Verhältnisse des Kindes) müssen beachtet werden. Die Eltern
sind über Aufgaben und Funktion des Vormundes aufzuklären. Unter Berücksichtigung des Kindeswohls und einer evtl. Rückführungsperspektive soll der Vormund die Eltern beteiligen.
Weitere ausführliche Informationen zum Thema: Amtsvormundschaft im PDF:
Arbeits- und Orientierungshilfe für den Bereich der Amtsvormundschaften und –pflegschaften

Sonntag, 12. April 2009

Jugendamt Dortmund: Fehlende Fachkompetenz führt zu Fehlentscheidungen

Das Jugendamt Dortmund stellt seine fehlende Fachkompetenz in einem ganz besonderen Fall zur "Schau":

Es verbietet Rollenspiele, welche bei jungen Menschen und Jugendlichen sich äußerster Beliebtheit erfreuen. Wer hierfür sinnvolle Argumente auf "pädagogischer" oder "psychologischer" Basis sucht, geht fehl.

Das Jugendamt kann seine Sorgen überhaupt nicht begründen. Gerade weil in wissenschaftlicher Hinsicht Rollenspiele eher "positive" Wirkungen zeigen, geht die unüberlegte "Bauchentscheidung" der Jugendamtsverantwortlichen daneben.

Wer an wissenschaftliche Begründungen für die Fehlentscheidung des Jugendamtes interessiert ist:
Thomas Hartmann, der Autor des Buches (Schluss mit dem Gewalttabu) und friedliebender evangelischer Pfarrer hat dazu einen ausführlichen Gastbeitrag im AHMAZ-Blog geschrieben: