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Dienstag, 24. März 2009

Stadt Geldern: Familienpass und anwaltlich gestützte Jugendamtsklagen !

Solange Eltern in der Stadt Geldern nichts mit dem Jugendamt zu tun haben, geht es ihnen gut.... Zumindest könnte man dies annehmen, wenn man diese Zeitungsmitteilung liest:

18.02.2009 - Geldern fördert Familien

Das kann sich schnell ändern, wenn Eltern mit dem Jugendamt in Geldern zu tun haben.
Denn vor Gericht lässt sich das Jugendamt von der Anwaltskanzlei des mit dem Bürgermeister eng verbundenen Rechtsanwaltes Herrn D. der Rechtsanwaltskanzlei S. aus Geldern vertreten. Und so kassiert Herr D. und seine Kollegen auch noch für die Tätigkeit des Jugendamtes mit ab...dank seiner besonders engen Verbindung .. Die Mehrkosten tragen die Eltern....

So hat das Jugendamt eine besondere "Macht" - dank anwaltlicher Untersützung .......
Eltern, welche sich gegen Jugendamtsmaßnahmen wehren wollen, sehen sich bei schlechtem Ausgang des Verfahrens auch noch mit zusätzlichen Mehrkosten = Anwaltskosten des Jugendamtes konfrontiert. Das dürfte hier in Deutschland einmalig sein.

Mit Unterstützung der von Ulrich Janssen und dem Jugendamt bevollmächtigten Rechtsanwälte, scheint die Stadt Geldern und sein Jugendamt jedoch alles andere als "familienfreundlich" zu sein ... Außerdem ist eine anwaltliche Vertretung von Jugendämtern und Amtsvormündern rechtlich gesehen äußerst fragwürdig. Da in der Stadt Geldern nahezu 30 Rechtsanwaltkanzleien existieren, freut sich Rechtsanwalt D. und Kanzlei S. besonders über ihre Bevorzugung.

Wie unter diesen Bedingungen Betroffene im Sinne des geltenden Kinder- und Jugendhilfegesetzes "freundlich" beraten und unterstützt werden können, bleibt mir ein Rätsel.
Auch die Frage, ob das Jugendamt der Stadt Geldern die geltenden strengen Datenschutzbestimmungen - bei einer Anwaltsbeauftragung - noch einhalten kann, stellt sich angesichts solcher Bedingungen....

Die Politik diskutiert noch über den genauen Wahltermin für die anstehenden Kommunalwahlen. Ob im Juni, im August oder September 2009: Man kann nur hoffen, dass die Wähler, d.h. Familien der Stadt Geldern sich für eine familienfreundlichere Politik stark machen.

Freitag, 20. März 2009

Das Jugendamt Münster auf der Anklagebank.......

Hauptstreitgegenstand ist eine im Mai/Juni 2007 versuchte Kindeswohlgefährdungsanalyse nach § 8a Abs. 1 SGB VIII des Jugendamtes der Stadt Münster und weiterer im Nachhinein aufgedeckter Rechtsverstöße, welche früher unter Aktenzeichen 1 K 1135/08, 6 K 1229/08, 6 K 1230/08, 6 K 1231/08 und 6 L 14/08 geführt worden sind.

Sascha lädt Sie ein, beobachtend am Prozeß in Münster teilzunehmen. In diesem Verfahren können Sie erleben, wie das Jugendamt Münster vorgegangen ist:

Prozessbeobachter in Münster gesucht:

Do 02.April.2009 10 Uhr, Raum 126 (ggf.Raumänderung!)

Verwaltungsgericht Münster

Piusallee 38

48147 Münster

Klage Az. 6 K 1929/07

Familie E. gegen Oberbürgermeister der Stadt Münster (Jugendamt)

Herzliche Einladung zur mündlichen Verhandlung - die besten Beobachtungen des innersten eines Jugendamtes erfolgen naturgemäß in aller Öffentlichkeit. Die Öffentlichkeit ist der beste Schutz!

Mit Hilfe einer Kindeswohlgefährdungsanalyse werden oft von Jugendämtern Fakten geschaffen, oft genug auch regelrecht erfunden, um Eltern ihre Kinder zu entziehen.

Was viele nicht wissen:
Ein Familiengericht kann und darf das Handeln des Jugendamtes weder prüfen, noch kritisieren.

Jugendämter nutzen diese Position oft aus und Mitarbeiter "unterfüttern" mit dubiosen Außenmeldungen und "sozialpädagogischen Diagnosen", ohne konkrete, klare und transparente Begründungen , ihre Kindesentzugsmaßnahmen.

Einzige Kontrollinstanz dafür: die Verwaltungsgerichte.

Da jedoch das Kinder- und Jugendhilfegesetz eher ein "pädagogisches" Gesetz ist, fällt es Verwaltungsrichtern nicht leicht, unfachliches Handeln zu erkennen und angemessen abzuurteilen. Dadurch sind die Handlungsspielräume der Jugendämter sehr weit gesteckt und die Frage, ob die Ermessensspielräume eingehalten worden sind, ist für die Richter - aufgrund mangelnder bzw. unzureichender KJHG-Gesetzeskenntnis - oft schwer zu beurteilen.

Eigentlich sollte das Kinder- und Jugendhilfegesetz bei allen Beteiligten, d.h. Jugendämtern, Familiengerichten, Gutachtern und Rechtsanwälten als bekannt vorausgesetzt werden. Das Gegenteil ist der Fall.

"Sascha" ist ein mutiger Vorkämpfer, selbst betroffen von "amtsanmaßendem" Verhalten des Jugendamtes Münster. ( Wer nach dem Jugendamt Münster googelt wird hier in etlichen unglaublichen Fällen fündig)

Mittwoch, 11. März 2009

Psychologische /Pädagogische GerichtsgutachterInnen überschreiten ihre Kompetenzen

Wie die Erfahrung zeigt, überschreiten GutachterInnen in familiengerichtlichen Verfahren häufig ihre Kompetenzen. Was weder Richter, noch Rechtsanwälte, noch Jugendamtsmitarbeiter wissen:
Die Ausbildung zum Diplom Psychologen oder zum Diplom Pädagogen (Sozialpädagogen) führt nicht dazu, dass bei gutachterlicher Tätigkeit "alles" begutachtet werden kann:

Für die Feststellung von psychischen Erkrankungen bieten diese Berufsgruppen in der Ausbildung keinesfalls ausreichend Kenntnisse. Dennoch fühlen sich - bei einer gutachterlichen Tätigkeit - viele durchaus berufen auch psychische Erkrankungen zu "diagnostizieren". In seltenen Fällen dürfte dies zu Zufallstreffern führen.

Juristisch gesehen, müssen Gutachten allerdings mit wissenschaftlichen Methoden erstellt werden, so dass nur in "Klinischer Psychologie" ausgebildete Psychologen dazu in der Lage sind. Dabei reichen theoretische Kenntnisse, wie sie an Universitäten gelehrt werden, keinesfalls aus.

Aus diesem Grunde absolvieren ärztliche Psychiater /Psychotherapeuten (= erlernte Grundausbildung: Medizin) und psychologische Psychotherapeuten (= erlernte Grundausbildung: Diplom in der Psychologie bzw. bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auch: Diplom in der Pädagogik) eine drei- bis fünfjährige Zusatzausbildung, bevor sie diese Berufstitel führen und psychische Erkrankungen diagnostizieren und behandeln dürfen.
=>

Für die im Gesundheitswesen anerkannte Diagnostik von psychischen Erkrankungen ist eine Zusatzausbildung in klinischer Psychologie und anderen zugehörigen Fachbereichen unentbehrlich.

Für gerichtsverwertbare, beweiserhebliche Gutachten gilt dieselbe Regel.

Dessen ungeachtet, stellen etliche RichterInnen an die gutachterliche Beweiserhebung äußerst geringe und zum Großteil keinerlei Ansprüche. Dort genügen Feststellungen, wie "aus psychologischer Sicht trifft XXXX zu", um eine gerichtliche Entscheidung zu begründen.

So werden immer wieder aufgrund unseriöser Gutachten schwerwiegende Eingriffe vorgenommen und Kinder einem Elternteil zugesprochen, oder gar das Sorgerecht entzogen.

Betroffene sollten hier genau hinsehen, denn:

Gutachter haften, wenn sie ihre Kompetenzen überschritten haben und Diagnosen gestellt haben, zu welchen sie in fachlicher Hinsicht nicht in der Lage sind. Daher sollten sich Eltern auch nicht scheuen, gegen unseriöse Gutachter Schadensersatzklagen zu führen.

Dienstag, 10. März 2009

Rechtsanwalt Alberti erringt Erfolg beim EGMR zum Umgangsrecht der Großeltern

EGMR (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte) rügt überlange Verfahrensdauer beim Umgangsrecht:
"Keine angemessene Verfahrensdauer bei sechsmonatiger Untätigkeit des Gerichts in einem Verfahren über das Umgangsrecht"

Pressemitteilung von Rechtsanwalt Ingo Alberti,von-Galen-Str. 13, 33129 Delbrück:

EGMR, Urteil vom 04.12.2008, Az. 44036/02

"Wird in einem nationalen Verfahren über das Umgangsrecht eines Elternteils mit seinem Kind auf gerichtliche Anregung zwischen den Eltern eine Zwischenvereinbarung geschlossen, und scheitert diese zwischen den Parteien erzielte vorläufige Vereinbarung, ist es mit dem Gebot der angemessenen Verfahrensdauer nicht vereinbar, wenn von einem zuständigen Gericht ein Anhörungstermin erst sechs Monate nach dem Scheitern der Vereinbarung anberaumt wird. Ein solches Untätigbleiben verstößt gegen das Gebot der besonderen Zügigkeit, zu der die Gerichte bei Verfahren zum Personenstand grundsätzlich verpflichtet sind."


Sehr geehrter Herr Alberti,

vielen Dank für Ihr Engagement im Interesse der betroffenen Kinder !

Mit herzlichen Grüßen

Monika Armand

Sonntag, 1. März 2009

Orwell lässt grüßen: Jugendamt wertet Kindergartenanmeldungen aus

Kinder und Eltern im Visier der Jugendämter..........?????

Ab 9. März Anmeldewoche in den Kindergärten

"Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine gemeinsame Anmeldewoche für alle Ingolstädter Kindergärten, und zwar vom 9. bis 13. März. In diesem Zeitraum können Eltern ihre Kinder an der Einrichtung ihrer Wahl anmelden, das Jugendamt wertet dann alle Daten zentral aus und koordiniert die Vergabe der Plätze. Lesen Sie morgen mehr im DONAUKURIER. Martin Adamczyk"
Hätte ich noch kleine Kinder,würde ich mir gut überlegen, ob meine Kinder überhaupt im Kindergarten gut untergebracht sind und ob es sich lohnt, mich vom Jugendamt "registrieren" zu lassen.

Dazu siehe auch:

Schulpädagogik-Blog: Krippenbesuch und Kindergartenbesuch