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Samstag, 28. Februar 2009

Krieg gegen Väter.....sind Männer von Natur aus "erziehungsunfähig"?

Ein erschütternder Bericht über Rechtsbeugung, Rechtswillkür und Amtsanmaßung .......Deutschland ein kinder- und vor allem väterfeindliches Land?

Unten angegebene Links erzählen eine unfassbare Geschichte und dokumentieren, mit welcher fachlichen Unfähigkeit ein Jugendamt gegen die Interessen von Eltern und Kind agieren. Offenbar scheinen die mit Frauenüberhang arbeitenden Jugendämter zu glauben, dass Männer nicht in der Lage sein könnten, ein Baby zu betreuen. Ich kenne keine Forschung, welche eine solche Annahme belegen könnte. Auch gibt es weder Hinweise aus der Pädagogik, noch der Psychologie, welche bestätigen könnten, dass Männer nicht in der Lage sein könnten einen Säugling angemessen zu betreuen und zu versorgen. Vor mehr als 50 Jahren hat der Gesetzgeber das Grundrecht Artikel 3 (GG) geschaffen:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Im unten geschilderten Fall wird deutlich, dass das Jugendamt und das Familiengericht in Stuttgart grundrechtswidrig handelt und jene Familie und das Kind dafür leiden lässt, dass ein Mann für sein Kind sorgen möchte.
Für mich ist dies ein Beispiel, dass in einigen Bereichen Frauen ohne jeglichen fachlichen Hintergrund ihre offenbar vorhandene männerfeindliche Gesinnung in ihre subjektiven Entscheidungen einfließen lassen und das Jugendamt seine unbeschränkte Macht und Willkür auf dem Rücken eines liebebedürftigen Säuglings austrägt. Diesem Kind wird ohne Rechtsgrund und ohne eine explizite Kindeswohlgefährdung von vornherein die Kindheit gestohlen. Ein Kind hat ein Recht auf seine Eltern und vor allem auf die Liebe seiner Eltern.

Ich frage mich, welche emotionale Härte und Kälte derart agierende SozialpädagogInnen haben. Ich weise darauf hin, dass dieses Handeln nichts mehr mit pädagogischem fachlichem Handeln zu tun hat. Denn aus pädagogischer Sicht lässt sich eine solche Vorgehensweise nicht begründen. Begründen lässt sich diese Vorgehensweise nur damit, dass jene Jugendamtsmitarbeiter eine völlig unzureichende Ausbildung genossen haben, welche offenbar für den Berufsalltag wenig taugt.

Um Menschenrechtsverletzungen zu konstatieren, können wir zwischenzeitlich leider innerhalb unseres Landes verbleiben. Ein Blick nach China müsste wohl manchen Deutschen beschämen.........Es könnte sein, dass Kinder und Eltern dort deutlich mehr Rechte haben könnten.....

Und was die Väterrechte anbelangt, scheint die Zeit überfällig zu sein, dass die Herren "Gleichstellungsbeauftragte" für den Arbeitsbereich Jugendamt und Familiengerichtsbarkeit beantragen und eine Kampagne zur "Männeremanzipation" starten. Denn auch für sie gilt das grundgesetzlich geschützte Recht "Männer und Frauen sind gleichberechtigt"........eine auf den "biologischen" Unterschied stützende Unterscheidung ist nicht möglich............Einziges Problem: Männer können nicht stillen, aber das können Pflegemütter auch nicht......... Was bleibt übrig: NICHTS !

Donnerstag, 26. Februar 2009

Unfähige Gutachter glauben, die "Erziehungsfähigkeit" messen zu können......

und deshalb glauben Juristen an psychologische und pädagogische Märchen...........

So behauptete ein Familienrichter, dass er davon überzeugt sei, dass die Gutachterin F. aus Laer tatsächlich in der Lage sei, über die Beobachtung einer halbstündigen Mutter-Kind-Interaktion herausfinden zu können, ob die Mutter in der Lage sei, kindangemessen mit ihrem Baby umgehen zu können.......

Die Märchentanten und Märchenonkels sind jene Gutachter, welche landauf und landab regelmäßig behaupten, sie könnten die Erziehungsfähigkeit mit psychologischen Methoden messen............

Verursacht haben diesen mittelalterlich anmutenden Wissenschaftsglauben zahlreiche unzureichend ausgebildete Psychologen und Pädagogen, welche ihren Lebensunterhalt mit ihrer Gutachtertätigkeit bestreiten und glauben, dass ihr oft Jahrzehnte zurück liegendes Psychologie- und Pädagogikstudium sie dazu befähigt habe, Menschen beweiskräftig "ausmessen" zu können. Richter schließen sich gutgläubig jenen omnipotenten und sich selbst überschätzenden GutachterInnen an und formulieren von GutachterInnen nicht zu beantwortende Fragestellungen wie z.B. am 25.05.2004 das Amtsgericht Mönchengladbach-Reydt:

"Es soll ein kinderpsychologisches Gutachten über die Erziehungsfähigkeit der Kindeseltern eingeholt werden."

Auf geheimnisvolle Art und Weise kommen dann GutachterInnen zu dem Schluss:
"Aus psychologischer Sicht sind die Kindeseltern XY erziehungsunfähig"

Ein Gutachten mit einer solchen Schlussfolgerung ist nicht mit wissenschaftlichen Methoden erstellt worden und ist aus diesen Gründen nicht gerichtsverwertbar und beweiserheblich. Denn diese Gutachten geben vor, etwas gemessen zu haben, was so überhaupt nicht messbar ist.


Wer so gutachtet, läuft Gefahr, mit Schadensersatzansprüchen aus einem Falschgutachten haften zu müssen.Hier gilt dann nur noch das Prinzip: Wo kein Kläger ist kein Richter. Wehe, wenn die Betroffenen, sich gegen solche pseudowissenschaftlichen Gutachten wehren. Eine Gutachterin kostete ein solches Falschgutachten 30.000 Euro. Denn Gutachten müssen dem Stand der Wissenschaft entsprechen und dürfen nicht vorgeben, etwas zu messen, was man gar nicht messen kann.

Warum lässt sich nun eine "Erziehungsfähigkeit" gar nicht messen?

Das Wort "Erziehungsfähigkeit" unterstellt, dass Menschen eine "angeborene" und messbare Eigenschaft oder Fähigkeit besäßen, zu erziehen. Es wird unterstellt, dass man Menschen nur nach bestimmten Merkmalen untersuchen müsse und dann sagen könne, dass sie die Fähigkeit hätten zu erziehen. Dabei wird eine künstliche Unterteilung unternommen zwischen Menschen welche erziehen können und andere welche nicht erziehen können. Gleichzeitig wird unterstellt, dass für eine förderliche Entwicklung eines Kindes nur die "richtige" Erziehung zum Erfolg führe. Kinder werden hier wie ein Stück Knete betrachtet: Wer die richtigen "Modellierfähigkeiten" sprich Erziehungsfähigkeiten besäße, so wird geglaubt, kann aus dem Stück Knete einen psychisch gesunden Menschen formen......

Wenn Sie die Gutachter danach fragen, an welchen Merkmalen sie nun erkennen können, dass ein Mensch erziehungsfähig sei, bekommen sie grundsätzlich keine klaren Antworten und schon gar keine wissenschaftlich fundierten Begründungen. Denn:


Das Konstrukt „Erziehungsfähigkeit“ birgt dabei folgende Schwierigkeiten, welche in gutachterlicher Hinsicht zur Unmöglichkeit einer Beantwortung der Beweisfrage führt:

Das Konstrukt "Erziehungsfähigkeit" kennt weder die Pädagogik (=Wissenschaft von der Erziehung) noch die Sozial-Pädagogik:
In den Erziehungswissenschaften ist eine „Erziehungsfähigkeit“ als besondere mess- oder beschreibbare Eigenschaft nicht bekannt. Jeder Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge der behauptet man könne "Erziehungsfähigkeit" konkret umschreiben hat keine Ahnung.

Das Konstrukt "Erziehungsfähigkeit" ist auch in der Psychologie unbekannt
Auch die wissenschaftliche Psychologie kennt das Konstrukt „Erziehungsfähigkeit“ nicht: Siehe dazu die Ausführungen von Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Klenner, Oerlinghausen (in: Zeitschrift für das gesamte Familienrecht - FamRZ, 1989, Heft 8, Seiten 804-809,Vertrauensgrenzen des psychologischen Gutachtens im Familienrechtsverfahren)

„ In den psychologischen Sachverständigengutachten finden sind immer wieder Aussagen über die Eignung der Eltern zur Erziehung ihres Kindes. Die Vorstellung, eine positiv zu konstatierende erzieherische Eignung der Kindeseltern ließe sich als entscheidendes Kriterium feststellen, hat in der Tat etwas Bestechendes für sich. Unausgesprochen wird dabei von der Fiktion ausgegangen, beide Elternteile verfügten über eine graduell unterschiedliche erzieherische Eignung, und dies ließe sich auch noch mit der wissenschaftlich gebotenen Exaktheit diagnostizieren. Leider haben wir aber keine speziell für die erzieherische Eignung geeichten psychologischen Untersuchungsverfahren. Darum sind Aussagen über ein Mehr oder Weniger an erzieherischer Eignung bei den Kindeseltern Extrapolationen anderer Untersuchungsergebnisse, also nicht exakt, wenn sie nicht gar subjektive Meinungen und Deutungen sind.“(Zitat Ende – Hervorhebungen Unterzeichner)

Es existieren keine anerkannten wissenschaftlichen Methoden um das Konstrukt „Erziehungsfähigkeit“ in beweiserheblichem Sinne messen zu können.

Auch wenn die Autoren Westhoff und Kluck hier glauben, es handele sich um seltene Fälle, wenn das Gericht Fragestellungen vorlegt, zu denen in der Psychologie kein Wissen vorliegt:
„In seltenen Fällen werden Fragestellungen geäußert, zu denen in der Psychologie kein Wissen vorliegt bzw. kein Wissen vorliegen kann, weil die empirische Untersuchung solcher Sachverhalte prinzipiell nicht möglich ist. [..] Handelt es sich also um eine prinzipiell nicht zu beantwortende Fragestellung, so erklären wir dies dem Fragesteller. Im Gespräch kann eventuell gemeinsam eine Fragestellung zur Lösung des Problems gefunden werden, die auch untersucht werden kann.“(Westhoff, Karl, Kluck, Marie-Luise „Psychologische Gutachten schreiben und beurteilen, 5., vollst. überarb. u. erw. Aufl., 2008, X, 280 S., Geb. ISBN: 978-3-540-46837-0)

so sagen sie ganz klar, wie ein Gutachter zu reagieren hat, damit er seinen Auftrag erfüllen kann.


FAZIT:
Eine wissenschaftlich fundierte Aussage zur Frage, ob jemand erziehungsfähig sein soll, ist nicht möglich. Im juristischen Sinne lässt sich daher weder beweisen ob jemand „erziehungsfähig“ ist, noch lässt sich generell eine Aussage treffen, dass eine Person „erziehungsunfähig“ sein könne. Auch die öfters in Gutachten anzutreffende Feststellung einer „eingeschränkten“ Erziehungsfähigkeit lässt sich mit wissenschaftlichen und damit beweiserheblichen Methoden nicht belegen.

Jedes Gutachten welches für sich in Anspruch nimmt, die Erziehungsfähigkeit gemessen zu haben ist nicht verwertbar !

Daher sollten Sie umgehend einem solchen Gutachten widersprechen und ein Gegengutachten beantragen. Wichtig ist dabei darauf hinzuweisen, dass die Messung der Erziehungsfähigkeit mit den für Gutachten geforderten wissenschaftlichen Methoden nicht möglich ist.
Nach Abschluss des Verfahrens sollten Sie solche Gutachter verklagen, denn sie haben ihr Gutachten nicht nach wissenschaftlichen Grundsätzen verfasst. Bleibt Ihnen nur zu wünschen, dass das Gegengutachten von einem Gutachter erstellt wird, welcher die notwendige Kompetenz hierfür hat, denn Untersuchungen haben ergeben, dass mehr als 50% der Gutachten nicht den geforderten wissenschaftlichen Standards entsprechen....

Mittwoch, 25. Februar 2009

Lob für das Jugendamt in Herford !

"Schmaler Grat zwischen Übereifer und Zuspätkommen" Interview: Andreas Spilker und Heidi Pahmeyer vom Jugendamt zum Thema "Kindeswohlgefährdung"

Spilker: Nein. Eine Herausnahme aus der Familie ist nicht endgültig. Wenn es dazu kommt, werden die Eltern auch weiter vom Jugendamt betreut. Ziel ist ja nicht die Trennung der Familie, sondern die Befähigung der Eltern, kompetent und eigenverantwortlich zum Wohl ihres Kindes zu handeln. Stellt sich nach einer Zeit heraus, dass nicht mehr von einer Gefährdung für das Kind auszugehen ist, wird das Kind wieder in die Familie integriert.

So wie Herr Spilker die Handlungsmaximen seines Jugendamtes beschreibt, so sollte das qualifizierte Handeln eines Jugendamtes und seiner Mitarbeiter aussehen. Jene Eltern, welche so vom Jugendamt betreut werden, sehen keine Veranlassung sich bei mir zu melden. Das Handeln des Jugendamtes Herford entspricht auch den Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes und dem verfassungsrechtlichen Gebot die Elternrechte zu respektieren und sich am Kindeswohl zu orientieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn überall so gehandelt werden würde, wie in Herford, dann könnte ich diesen Blog schließen.

Mögen Herr Spilker und Frau Pahmeyer vom Jugendamt Herford zum Vorbild für andere Ämter werden....Wie man sieht: Es geht auch anders..........DANKE !

Dienstag, 24. Februar 2009

Gespräche beim Jugendamt: Immer mit Begleitung!

Sozialgesetzbuch X, § 13
Bevollmächtigte und Beistände

(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.


Was Sozialpädagogen oder Sozialarbeiter gerne leugnen: Jeder Bürger hat das Recht zu Gesprächen beim Sozialamt (Hartz-IV-Behörden) und Jugendamt in Begleitung zu erscheinen.

Erscheinen Sie alleine, sind Sie in der Regel in der Minderheit. Dies kann angesichts der Personenzahl, aber auch hinsichtlich der hier ungleichen Machtverteilung der Fall sein:

In Hilfeplangesprächen sitzen meist zwei Vertreter des Jugendamtes und dann noch die Familienhilfe, Ergänzungspfleger oder sonstige Personen mit am Tisch. Ein oder zwei Elternteile sehen sich mit den "Fachmeinungen" jener Personen konfrontiert. Hier wird es schwierig, die eigene Position angemessen zu vertreten. Meist ist das Ohnmachtsgefühl angesichts einer solchen Personenmenge, welche nun alle in die dem Menschen überhaupt verfügbare privateste Sphäre eindringt, übermächtig. Emotionen kochen über, viele Eltern fühlen sich an die Wand gedrängt. Selten wird nach den tatsächlichen Voraussetzungen, Wünschen und Bedürfnissen der Familien gefragt....auch wenn dieser Punkt im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) verankert ist.

Eigentlich sieht die wissenschaftliche Pädagogik eine solche Konstellation als kontraproduktiv an. Die Wissenschaft weist darauf hin, dass hier mit Widerständen und Reaktionen der Betroffenen zu rechnen ist. Die Pädagogik "verurteilt" also derart ungleichgewichtige "Beratungsverhältnisse". Auch das Kinder- und Jugendhilfegesetz sieht in seinen fachlichen Standards im Prinzip keine derartigen "Macht-Ohnmacht-Gesprächskonstellationen" vor. Aber in Jugendämtern sind diese "unpädagogischen" Vorgehensweisen meist der Alltag.........

Selbst wenn Sie "nur" mit einem Jugendamtsmitarbeiter konfrontiert sind, empfehle ich Ihnen nie alleine das Gespräch zu suchen. Ständig bin ich mit Fällen befasst, in welchen einzelne inkompetente Jugendamtsmitarbeiter ihre Macht missbrauchen. Nicht selten trifft man dann auf Mitarbeiter, welche sich im Prinzip gar nicht für das Kindeswohl interessieren. Ihnen ist die "Macht kraft Amtes" in den Kopf gestiegen und sie genießen ihre Rolle, über andere Menschen bestimmen zu können. Sie drohen und nötigen, auch wenn diese Vorgehensweise gesetzeswidrig ist........denn Jugendämter haben keine Kontrolle und keine Kontrolleure!!

Da das "Wort" eines Jugendamtsmitarbeiters mehr zählt als das "Wort" der Eltern, dürfen und können Jugendamtsmitarbeiter auch lügen soviel sie wollen. Ein einzigartiger gesetzlicher Zustand macht dies möglich, denn: Kein Jugendamtsmitarbeiter kann strafrechtlich belangt werden, wenn er vor Gericht lügt, bis sich die Balken biegen..... Einzige Ausnahme: Es wird beantragt, dass er vereidigt wird und dies muss auch noch die Behörde vorher genehmigen. Das heißt: In der Regel darf er lügen...viele glauben tatsächlich sie würden ja "nur" zum Wohle des Kindes lügen.......

All dies sind gewichtige Gründe mit einem Beistand beim Jugendamt zu erscheinen. Optimal sind Personen, welche selbst eine pädagogische oder psychologische Ausbildung haben. Sehr wichtig ist, sofern Sie Angehörige mitnehmen, dass diese ruhig und sachlich Sie unterstützen können. Denn, sollte Ihr Beistand ausfällig werden, dann hätte - wieder zu Recht - auch das Jugendamt die Berechtigung diesen Beistand auszuschließen.....

FAZIT:
Sie können sich weigern, ein Gespräch mit dem Jugendamt ohne ihren Beistand zu führen, denn Ihnen steht das Recht zu, mit einem Beistand zu erscheinen. Bleiben Sie hart, denn in der Regel versuchen Jugendamtsmitarbeiter Beistände aus der Besprechung herauszuhalten und auch hier kommt es oft zu ungesetzlichen Konstellationen.

Wenn Ihr Jugendamt das Gespräch gesetzeswidrig verweigert, wenn Sie mit einem Beistand erscheinen, dann können Sie getrost nach Hause gehen, denn: Sie sind Ihrer Mitwirkungspflicht nachgekommen und Ihr Beistand kann dies jederzeit bezeugen. Sollte das Jugendamt Ihnen deshalb mit Sanktionen drohen, lassen Sie sich nicht einschüchtern.....denn hier würde sich das Jugendamt gesetzeswidrig verhalten. Sollte Ihr Jugendamt sich tatsächlich dazu hinreißen lassen, nach einem gescheiterten Gespräch (wegen Ablehnung des Beistandes) Sanktionen gegen Sie zu unternehmen, können Sie sofort beim Verwaltungsgericht Klage erheben....Ihr Zeuge= Ihr Beistand......

Ausführliche Informationen erhalten Sie auch hier: Beistand
Interessant ist die dort geschilderte Änderung der Rechtslage seit Anfang diesen Jahres 2009. Zuvor konnten im Familiengerichtsverfahren auch Beistände zum Termin anwesend sein. Die hohe Anwaltsdichte in Deutschland und die in Deutschland unglückliche enge Verbindung zwischen gesetzgeberischer und urteilssprechender "Gewalt" führte zu dieser unglückseligen Pro-Anwalt und Contra-Bürger-Regelung......

Dienstag, 17. Februar 2009

Focus "filtert" Nachrichten....Wahrheiten, welche man lieber unterdrückt?

Dieser Kommentar wurde bei Focus-Online: "Bundestag Ehemalige Heimkinder schildern Rundem Tisch ihr Martyrium" abgelehnt !:


Hallo Publis,

Ihr Beitrag: Situation heute ist nicht viel besser.....
Traurig, dass diese erschütternden Nachrichten erst nach so vielen Jahren ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. Gleichfalls traurig, dass sich in christlichen und anderen Heimen, nur relativ wenig geändert hat. Wenn junge Menschen diese als "Kinderknast" bezeichnen, sich das Leben nehmen wollen und sich wie in einem Arbeitslager fühlen, zwangsisoliert von ihren Freunden und Angehörigen etc. etc. , dann hat sich wenig zum Guten geändert. Wenigstens könnte man den aktuell Betroffenen noch helfen, aber auch hier verschließt die Politik lieber die Augen... (siehe: Staatlich verordnete Kindesmisshandlung....Alltag in Kinderheimen?*)

wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

Die Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben können, entnehmen Sie bitte unserer Netiquette:
http://www.focus.de/community/netiquette


Ihr FOCUS-Online-
Administrationsteam


"Moderne" Zensur......noch Worte?

Prügelknaben Jugendamtsmitarbeiter: zu viele Aufgaben, zu wenig Zeit, zu wenig Personal

Heute geht es um die andere Seite der Medaille und um ein dahinter liegendes politisches Problem:

Jugendämter und ihre Mitarbeiter werden ja nicht gerne und freiwillig zu "Prügelknaben" von jugendamtsgeschädigten Eltern. Wie jener Kommentator, wollte ich auch nicht unbedingt eine Tätigkeit als Jugendamtsmitarbeiterin inne haben:
Wenn ich mit meinen Bekannten aus Jugendämtern etc. spreche, die dort schon lange Jahre arbeiten, sagen die mir meistens, das zwischenzeilich die Leute frisch nach dem Studium dort eingestellt werden, und nach einigen Monaten schon wieder, jetzt mit Berufserfahung, wechseln intern oder extern oder einfach Schwanger werden aus beruflicher Verzweiflung. Das große Teile der Berichte etc.daher keine Qualität bieten, versteht sich daher von Selbst. Durch meine Berufserfahrung kann ich es zum Glück auch vermeiden im Jugendamt arbeiten zu müssen, um bloß als Prügelknabe herhalten zu müssen.(Quelle: Kindesmisshandlung durch Jugendämter und Co., Kommentar von H.L.)
Es wird sehr deutlich, dass diese Tätigkeit und die von Staats wegen darin enthaltene Ausbeutung der Arbeitskräfte erst zu den schlechten Verhältnissen führen kann. Ähnlich wie im Lehrerberuf, wurden die Aufgaben und die Verantwortung ständig ausgeweitet, ohne dafür Sorge zu tragen, dass für die gestellten Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung auch genügend qualifiziertes Personal vorhanden ist, welches sich um die wachsenden Probleme in den Familien kümmern kann.

Jugendämter sind Steuerungsbehörden und an der Qualität ihrer Arbeit liegt es, ob ihr Tätigwerden in den Familien erfolgreich sein kann. Während offenbar immer mehr Finanzmittel in die Fremdunterbringung gesteckt werden (für ein fremd untergebrachtes Kind könnte man einen Jugendamtsmitarbeiter einstellen), wird andererseits an der Stelle gespart, wo durchaus präventiv gearbeitet werden könnte: in der Behörde selbst.

Manche Fremdunterbringung könnte überflüssig werden, wenn Jugendamtsmitarbeiter die für jeden Fall notwendige Zeit zur Verfügung hätten.......

Nur wenige Persönlichkeiten halten dem hohen Druck stand und so werden immer mehr Kinder rein vorsorglich aus den Familien genommen und viele Jugendämter entledigen sich auf diese Weise ihrer Verantwortung. Solange der Staat sich um die in Kinderheimen und Pflegefamilien oft bestehende "kindeswohlgefährdende" Situation nicht kümmert, scheint in vielen Ämtern, diese Form von "Entlastung" stattzufinden......

Glücklicherweise gibt es immer wieder auch Jugendämter, welche das Spagat einer professionellen Arbeit unter hohem Zeitdruck und psychischer Belastung zustande bringen, oder sogar Arbeitsmodelle entwerfen, welche von vornherein einen Familienerhalt bzw. eine familiäre Förderung zum Ziel haben. Von diesen Jugendämtern wird hier nicht viel zu lesen sein.......denn wirklich zufriedene Eltern sehen keinen Anlass, mitzuteilen, dass ihnen wirklich echte Hilfe zuteil geworden ist......

Dienstag, 3. Februar 2009

Leere Jugendamtsfloskeln z.B."in konflikthaft eskalierender Weise".......

Was wir uns unter einer "konflikthaft eskalierenden Weise" vorzustellen haben, weiß nur Frau Dipl-Soz. Päd. S. vom Jugendamt der Stadt Mönchengladbach.

In ihrem Antrag auf Entzug des elterlichen Sorgerechts monierte sie mit den Worten "Auf dortige fachliche Empfehlung reagierten die Eltern in konflikthaft eskalierender Weise...." die Reaktion der Eltern auf die Feststellung, dass der sonderpädagogische Förderbedarf ihres Kindes nur im Rahmen eines Aufenthaltes in einem Kinderheim möglich sei......

Es fällt auf, dass des Öfteren von Jugendamtsmitarbeitern in Anträgen mit derart frei umschreibenden sprachlichen Formulierungen, Eltern - ohne wirkliche Begründung - in ein schlechtes Licht gerückt werden. So setzen Sozialädagogen/Sozialarbeiter offenbar ihre subjektiven Rechtsvorstellungen bei Gericht (hier Entzug des elterlichen Sorgerechts) durch.

Diese Formen werden in der Juristensprache als "unsubstantiierter" Vortrag bezeichnet. Das Problem hier ist nur, dass sich Juristen in pädagogischen bzw. psychologischen Fragestellungen nicht auskennen und offenbar daher nicht wissen, dass der Sozialpädagogin mangelnde "Substantiierung" vorgeworfen werden kann.

In "normalen" Gerichtsverfahren würde eine derartige Argumentationsweise zur Klageabweisung oder wenigstens zu einer Aufforderung von Seiten des Gerichtes führen, den Vortrag, d.h. hier den ausgesprochenen Vorwurf ausführlich zu begründen.

Es müsste gefragt werden:
  • Welche Ereignisse sind der Situation vorausgegangen (= Ausgangslage)
  • Was ist in dieser Situation genau geschehen (=Situationsbeschreibung)
  • Inwiefern haben die Eltern dazu beigetragen einen Konflikt heraufzubeschwören und diesen auch noch zur Eskalation zu bringen? (= Konfliktsituation + Mittel der Eskalation)
Was nämlich in den Augen von Frau S. eine konflikthaft eskalierende Weise sein kann, ist aus Sicht einer unbeteiligten dritten Person möglicherweise nichts anderes gewesen, als dass die Eltern die vom Jugendamt vorgeschlagene Heimunterbringung des Kindes nicht akzeptieren wollten.

Frau S. scheint möglicherweise völlig fremd zu sein, dass Eltern normalerweise ihre Kinder selbst großziehen möchten und auch darüber entscheiden möchten, wie sie ihr Kind unterstützen oder welche Formen der fachlichen Unterstützungen (z.B. Förderschule, Tageseinrichtungen für sonderpädag. Förderung)
sie ihrem Kind anbieten möchten.

Welche Eltern wären nicht in einer Konfliktsituation, wenn eine Jugendamtsmitarbeiterin nur eine einzige Möglichkeit der "sonderpädagogischen" Förderung sieht und dabei sich offenbar auch nicht um die grundgesetzlich geschützte Elternposition (= Recht und Pflicht der Eltern ihr Kind zu versorgen und zu erziehen) kümmert......?

Wie Sie an diesen Überlegungen sehen können.......hätte man allen Eltern, welche sich situationsangemessen verhalten, einen solchen Vorwurf gemacht.....

Ob die Situation so war, wie von mir unterstellt, lässt sich natürlich auch nicht eindeutig aus den Worten von Frau S. herauslesen, denn es ist die rein subjektive Wahrnehmung von Frau S.

So ist ihre Feststellung - aus pädagogisch-psychologischer Sicht - ohne Konkretisierung der situativen Variablen völlig ergebnisoffen und damit für einen, gegen die Eltern gerichteten, Vorwurf absolut unverwertbar.

FAZIT:
Es hängt ganz von der Situation ab, ob jemand "konflikthaft eskalierend" eingreift...oder sich sogar völlig normal und erwartbar verhalten hat. Eine allgemeingültige umschreibende Feststellung, ohne nähere inhaltliche Konkretisierung, lässt sich diagnostisch überhaupt nicht verwerten. Schon gar nicht lassen sich daraus irgendwelche (juristische) Schlussfolgerungen über das Verhalten der Eltern ziehen.

Erst wenn die genaue Situation bekannt wäre, könnte ein Richter zur begründeten Annahme gelangen, dass Eltern auf ihr Kind - ohne das Einwirken von dritter Seite (= Jugendamt) einen Einfluss ausgeübt hätten, welcher dem Kind Schaden zugefügt haben könnte.

In diagnostischer Hinsicht hat Frau S. vom Jugendamt Mönchengladbach daher gegen fachliche Standards verstoßen.

Leider sorgen solche unbestimmten Textbausteine oder leeren Jugendamtsfloskeln bei Familiengerichten für eine unsachliche Herabwürdigung von Eltern und in der Folge oft dafür, dass auch Gutachter sich auf die Seite solcher nebulös argumentierender Sozialarbeiter / Sozialpädagogen ziehen lassen.....

Kennen Sie auch solche "leeren jugendamtsfloskeln"......dann freue ich mich auf Ihr Kommentar.....